Geschichte des Twinning Donezk des BPW Club Bern

1999








 
Unser Mitglied Sara Ellen Hübscher lernt die Ukrainerin Lyudmyla Gorova am internationalen BPW-Kongress in Vancouver kennen. Lyudmyla Gorova leitet in dieser Zeit den BPW Club Donetsk und das „Women for Women Center“. Sara war begeistert vom Engagement, vom Willen und von der Entschlossenheit Lyudmylas, etwas für die Frauen in der Region Donetsk zu tun.
An diesem internationalen BPW Kongress propagiert die Präsidentin von BPW International, Silvia Perry, das Thema Twinning-Projekte. Sara nimmt die Idee auf und schlägt dem BPW Club Bern vor, mit BPW Club Donetsk ein Twinning einzugehen. Die Idee wird positiv aufgenommen, die Zusammenarbeit umgehend gestartet.
2001
 
Im Oktober wird das Twinning-Projekt offiziell von BPW International anerkannt und erhält das Zertifikat.
2002


 
Lyudmyla Gorova besucht erstmals die Schweiz und nimmt an einem Clubabend der BPW Bern teil.
Im gleichen Jahr ehrt BPW International die Lyudmyla Gorovas Arbeit mit der BPW Excellency Trophy.
2003


 
BPW Club Bern beschliesst, das bisher unterstützte soziale Projekt „Wüstenblume“ abzulösen und künftig Spenden für das Twinning Projekt zu sammeln – nach dem Motto „BPW helfen BPW“! Mit den ersten Spenden kann BPW Donetsk  2 Computer anschaffen.
2004
 
Mehrere Berner BPW machen sich auf der ersten Clubreise in die Ukraine ein Bild über die Situation des BPW Clubs Donetsk und dem Einsatz der Spendengelder vor Ort.
2005
 
Lyudmyla Gorova nimmt am Internationalen BPW Kongress in Luzern teil. Der persönliche Kontakt wurde ausgiebig gepflegt.
2006

 
Mit den Spendengeldern schafft der BPW Club Donetsk einen eigenen Drucker an: eine grosse Erleichterung, da Flyer etc. nun vor Ort gedruckt werden können.
2007

 
Eine weitere wichtige Anschaffung: Ein Heizkörper sorgt ab diesem Jahr dafür, dass die BPW auch im Winter in warmen Räumen arbeiten und Kursteilnehmerinnen empfangen können.
2008





 
BPW Bern übernimmt die Anwaltskosten, damit gegen eine ungerechtfertigte Mietzinserhöhung (um das Zehnfache des bisherigen Betrages) vorgegangen werden kann. Mit Erfolg: BPW Donetsk erhält rückwirkend auf 6 Monate diese Mietzinserhöhung zurück. Auch in der Ukraine ist eine solche Erhöhung illegal, normalerweise gewinnt aber diejenige Partei den Prozess, die mehr Geld hat. Dank der Spende der BPW Bern konnte sich BPW Donetsk einen Anwalt nehmen, der ihnen zu ihrem Recht verhalf.
2010 BPW Bern finanziert nach Bedarf Fachpersonal für das Women for Women Center wie z.B. Psychologinnen, Juristinnen, Kursleiterinnen.
Twinning News 2010
2011 Twinningnews 2011
2012
 
Ein Computerschulungs-Center wird in Donetsk eröffnet und ein erster Computer-Kurs durchgeführt.
Twinning News 2012
2013

 
20 BPW reisen in die Ukraine und verschaffen sich vor Ort über die Arbeit im Women for Women Center einen Eindruck. Zusätzlich lernen sie die dortigen Bräuche kennen und tauchen in die Kultur ein.
2014



 
Das Women for Women Center in Donetsk wird infolge des Kriegsausbruches geschlossen: Zu gefährlich ist die Arbeit geworden für die BPW. Viele verlassen die Stadt, um sich in Sicherheit zu bringen. Von manchen fehlt noch heute jedes Lebenszeichen.
Die Präsidentin, Lyudmyla Gorova, hat ihren Einsatz für die Frauen in der Region seither unermüdlich und unter widrigsten Bedingungen fortgesetzt.
Bericht Treffen mit Lyudmyla Juni 2014
2015




 
Ludmyla Gorova ist in der Schweiz und bringt uns auf den neusten Informationsstand. Die BPW aus Donetsk haben sich für einen Neubeginn in Kramatorsk entschieden. Ziel ist es, innert absehbarer Zeit ein neues Women for Women Center aufzubauen.
Entsprechende Räumlichkeiten wurden bereits gefunden und bezogen. Schrittweise soll das Hilfsangebot für Frauen den Bedürfnissen entsprechend auf- und ausgebaut werden.
Jahresbericht 2015
2016 Wegen den anhaltenden Kriegszuständen konnten die BPW in Kramatorsk kein neues Women-for-Women-Center aufbauen. Der Club befand sich länger in einem Schwebezustand, einzelne Mitglieder sind umgekommen, andere geflüchtet, die Organisation des Alltags im Krieg braucht viel Kraft und die Rechtssituation ist lange unklar.
Jahresbericht 2016
2017 Die Rechtslage konnte erfreulicherweise dieses Jahr endlich geklärt werden. Der BPW Club Region Donezk wurde im Mai in Kramatorsk als NGO (Nonprofit-Organisation) registriert, was die Arbeit vor Ort erheblich erleichterte. Der Club hat rund 20 Mitglieder.
In diesem Jahr konnte Ludmila Gorova, Gründerin und langjährige Präsidentin, ihre Aufgabe nicht mehr weiterführen. Sie ist leider schleichend schwer erkrankt, so dass eine Nachfolgerin gesucht werden musste. Diese Aufgabe stellte eine grosse Herausforderung dar, da aufgrund der bestehenden Club-Statuten sämtliche stimm-berechtigten Mitglieder für eine Wahl anwesend sein mussten. Mitglieder, welche nicht mehr ausfindig gemacht werden konnten (unbekannter Aufenthalt durch Flucht), mussten zuerst ausgeschlossen werden. Erst danach war der Weg frei, Änderungen in der personellen Besetzung vornehmen zu können.
Seit dem 1. Mai leitet nun Viktoria Kasayanenko die Geschäfte und Ludmila Gorova fungiert als Ehrenpräsidentin des Clubs.

Bericht zweier betroffener Frauen und wie ihnen geholfen wurde: Elena und Victoria.