Veröffentlicht: 15.10.2026

Mit diesem Satz begrüsste uns Rebekka Garreis am Clubabend des BPW Club Bern. Eine Ansage, die das Eis brach, bevor es überhaupt richtig kalt wurde. Wer eine schwere halbe Stunde erwartet hatte, wurde angenehm überrascht: Die Wissenschaftlerin machte eine Technologie, die unser «normales» Vorstellungsvermögen übersteigt, ein gutes Stück greifbar.
Rebekka Garreis, Tochter einer Physikerin und eines Chemikers, arbeitet bei der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) und in der Swiss Quantum Initiative an der Förderung und Vernetzung der Quantentechnologien in der Schweiz. Als Role Model für junge Frauen in MINT-Berufen gelingt es ihr, ihre Faszination auf das Publikum zu übertragen.
Ein Quantum Geschichte
Das Quantum, die «kleine Portion», geht auf Max Planck zurück. An der berühmten Konferenz 1927 in Brüssel, mit Marie Curie als einziger Frau (und schon zweifacher Nobelpreisträgerin), verstanden längst nicht alle, worum es ging. Einstein meinte: «Gott würfelt nicht.» Schrödinger soll sich sinngemäss gewünscht haben, sich nie damit beschäftigt zu haben. Wenn schon die Giganten der Physik Mühe hatten, dürfen wir es auch.
Längst im Alltag
Quantentechnologie steckt schon heute in Solaranlagen, MRI-Untersuchungen, Laserpointern, Computern und Handys. Rund 30 öffentliche Institutionen in der Schweiz arbeiten bereits damit. Unsere Computer sind für den vollen Einsatz noch nicht leistungsfähig genug, doch der Bedarf wird massiv steigen: Der Markt wird heute auf rund 60 Milliarden geschätzt und soll auf 2,7 Billionen wachsen. Das Investitionsobjekt der Zukunft. Ihr Rat an uns: Risiken und Chancen verstehen und «Quantum Readiness» schaffen.
Was sie antreibt
Nein, einen Nobelpreis zu gewinnen war nicht ihr Ziel, als sie sich für Quantentechnologie zu interessieren begann. Warum sie es trotzdem tut? «Weil es etwas Schönes ist und mir Freude bereitet.»
Herzlichen Dank, Rebekka Garreis, dass du es gewagt hast, uns diese Welt so verständlich und engagiert näherzubringen.
Bild © Dagmar Wurzbacher